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Dein süsser Alptraum

Zwischen meinem Herzen und dir ist ein meilenweiter Weg. Er scheint unüberwindlich und voller  Fallen. Ich kenne die Fallen und weiss, warum sie da sind. Aber sie sind gross und unerbittlich. Sie kennen mich, sie wissen, dass ich sie selbst geschaffen habe, einst als Kind, als unverstandenes, ungebundenes Kind. Die Fallen gehören zu mir, sind Teil von mir. Doch sie freuen sich mit mir, wenn du mir hilfst, sie zu umgehen.

Ein Clown, der hinter seiner Maske weint, ein Schauspieler, so gut, dass er vermeintlich zu sein scheint, was er spielt. Und eine Katze, die sich im Dunkeln wegschleicht und versteckt. Voller Angst, sie könne festgehalten und nicht mehr losgelassen werden; ihre Unabhängigkeit verlieren. Nicht real ist mein Drang nach dir, oder nicht, was er sein sollte. Nur eine Flucht, eine Ahnung, ein Traum.

Doch Wirklichkeit erschreckt, blendet, ist beständig und lebt. Die Faszination des Unerreichbaren erregt mein Gemüt, jedoch nicht das Gute des Erreichbaren. Was weit fort ist, erscheint mir beständig, was nahe ist, wird stets bekämpft. Es ist als schlage ich meine eigene Nähe fort und dich damit. Unangenehm ist mir dein Gesicht, wenn es stetig meinen Weg kreuzt, jedoch sehnsüchtig vermisst, wenn es in der Ferne weilt.

Entfernst du dich von mir, tue ich dasselbe. Und lerne doch nicht, dich zu lassen, allein mit deiner Zeit zu verweilen. Bin ungeduldig, will alles und nichts. Bist du da, verschlinge ich dich mit Haut und Haaren, aber gehst du weg, bist du weg und die Sehnsucht nach dir genügt, mich zu nähren. Tage wohligem Alleinsein folgen Tage der Verschmelzung; die Hingabe wechselt die Stärke ab.

Wie ein süsser Alptraum verhexe ich dein Leben, verdüstere es, verdunkle es, aber stets mit Klarheit und Härte. Aber die Weichheit hinter der Härte kannst du spüren, wenn du dir die Mühe nimmst. Deine Tage versüsse ich dann mit Hingabe, Sinnlichkeit und Tiefe. Brauche deine Abhängigkeit und deine Unabhängigkeit, bin Frau und Kind in einem, passe nicht hier und nicht dort hin und bin deshalb nicht zu zähmen und oft nicht zu verstehen.

Keine ruhige Zeit verspreche ich dir, jedoch Ehrlichkeit und Verlässlichkeit, selbst im Schlechten, das dir von mir beschieden wird. Das Gute von mir wird dich umfassen, dich wiegen, dich lieben, meine Schwächen werden sich dir zeigen und dein Verständnis fordern, immer wieder deine Beständigkeit auf die Probe stellen. Manchmal wende ich mich ab, scheine nicht mehr bei dir zu sein. Lass mich dann nicht gehen, doch versuche mich nicht zu fassen!

Zeige dich mir, zeige mir deine Schatten, wie auch dein Licht. Lass mich teilhaben an deinem Innern, so erleichterst du mir meine Öffnung. Sag mir, was du brauchst; was du nicht brauchst; was du dir wünschst; was du denkst. Lass mich dich überraschen mit meinem Verständnis und meiner Neugierde für dich und dein Begehren. Lass uns Höhen erreichen, von denen du glaubtest, sie nie zu erfahren.

Denkst du an eine Liebe für das ganze Leben, so lass mich dir sagen, dass das Leben nicht immer verläuft, wie wir es planen. Es spielt mit uns, es will nicht vorhersehbar sein. Willst du eine Garantie, dann musst du von mir lassen. Aber wenn du das Leben kennst, kannst auch du keine Garantie geben, dann geniessen wir den Abend und die Nacht, die verbindlich den Morgen erwarten. Wie lange dieser Morgen weilt, das weiss ich nicht! Aber jeder Tag zählt!

4.11.07 18:48


Gedankenlos

Nun ja, ich versuche seit Tagen, was Interessantes in meinen Blog  zu schreiben. Aber irgendwie finde ich den Faden nicht. Und es kommt mir noch immer was in den Sinn, was noch getan werden müsste. Sei es aufräumen, Administration, Mails, die Vorrang haben... oder was auch immer. Ich finde die Musse nicht, um mich endlich hinzusetzen und meinen Gedanken zu fröhnen. Jetzt ist grad Mittagpause, jetzt hab ich Zeit, aber nur eine halbe Stunde. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich zur Zeit gedankenlos bin. Es ist viel zu kalt und unfreundlich, um sich gemütlich um seine Gedanken zu kümmern. Ab jetzt warte ich nur noch auf dem Frühling und die Wärme. Es gibt selten etwas, was ich wirklich hasse, aber den Winter und die Kälte hasse ich. Sie tun mir nicht gut. Ich bleibe zuhause, friere sogar zuhause, trotz 20° in der Wohnung. Ich kann es drehen und wenden, ich bin nicht für den Winter gemacht.

Morgen hab ich ein Date, er hat mich zum Essen eingeladen bei sich. Freu mich, ein wenig Zuwendung und Wärme tut gut. Aber mehr möcht ich nicht, sonst fühl ich  mich verpflichtet, immer rauszukommen aus meiner idyllischen Welt zuhause und in mir driin. Ich will nicht gern haben und verbindlich sein "müssen"! Kaum einer findet die Balance zwischen Zuwendung und Eigenständigkeit, die ich ertrage... zuwenig ist zuwenig und zuviel ist zuviel. Er scheint diese Balance gefunden zu haben und hat selber nicht viel mehr im Sinn. Trotzdem weiss ich, dass es nicht von Dauer sein wird. Er entspricht mir in vielen Dingen aber in essentiellen Dingen auch wieder nicht. Warum bin ich so enorm anspruchsvoll in Sachen Männer? Eigentlich genüge ich mir selber. Es sind die Streicheleinheiten und die Leidenschaft, die ich mir halt nicht selber geben kann. Und wenns mit einem Mann dann noch mit Verbundenheit gekoppelt ist, aber trotzdem nicht einengend ist, dann könnts klappen. Ach jeh, ich hänge irgendwelchen Hollywood-Träumen nach. Ich hab wohl einfach zuviele Love-Stories mit Happy-Ends gesehen. Da ist alles immer so einfach, dabei fangen die Probleme erst nach dem Happy-End an. Dann kommt die harte Beziehgunsarbeit, der ich nicht gewachsen bin. Aber meine Libido fordert immer wieder ihren Tribut, sie ist gefrässig und oft unersättlich. Ich liebe es, mich zu verlieren in den Freuden der Lust. Ach jeh, klingt das unnatürlich und gestelzt. Ich lass mir jetzt dann die Libido wegoperieren, dann hab ich jede Menge Probleme weniger und würde es nicht mal mehr vermissen. Dann wäre ich vielleicht viel zufriedener im Leben und könnte mich auf das Wichtige für mich konzentrieren. Nämlich auf die Musik. Ich muss wieder komponieren, meine Software ausprobieren und beherrschen. Habe nämlich meine Band zuhause, aber weiss nur nicht, wie darauf spielen.

So, die Pause ist bald vorbei, ich sollte noch meinen Schwester mailen. Die eine lebt in Australien, die andere in Paris. Ich beneide sie, vor allem diejenige in Australien. Ich kann zur Zeit nicht weg hier. Jedenfalls nicht, bis mein Sohn die letzten 2 Jahre Lehrzeit hinter sich hat und ich jemanden habe, der dann meine Wohnung inkl. Katzen hüten würde. Tja, das ist eigentlich ein grosses Problem. Aber meine Katzen sind meine Babies, ich werde sie nie weggeben. Sie geben mir viel und ich versuche, ihnen viel zu geben. Vielleicht kann ich mal ein Foto downloaden von ihnen.

Gute Zeit und etwas Wärme.......evaviola 

 

7.11.07 12:25


spöttisches leben

es gibt nichts zweimal, nur einmal und einmalig
treffender wird’s nicht, gleich wird es verblassen
und keiffend treiben sich weiter die massen
höhnend verhöhnend und lachend verneinend.

lange wähnet die güte, jedoch folgt der zorn
ein spöttisches leben neben dir läuft und springt
und deiner seele die teuflischen hohnlieder singt
zorn ist geboten, wilder farbiger zorn.

mitnichten ist gleich, was gestern erahnt
alles im umbruch und nicht erst seit heute
schreitend ins unendlich unglaublich erneute
glaubhaft in sprache und ehrlich im herz.

11.11.07 23:04


Wende

wenden sagt er, wende dein leben
geben sagt er, lerne das geben

triefend schreit er, packe die liebe
nichts ist höher, nicht gierde und triebe

wachen tut er, möchte doch schlafen
im traume geträumt, er holt seine waffen

waffen hat er, vielleicht nur zur zierde?
oder doch zur lust und begierde?

kämpfen will er, hat doch keine frage
aufgeben wird er, nun weiss er es wage

wenden wird er, wenden sein leben
vom kampf hinweg zum liebenden geben

11.11.07 23:07


Langeweile

Ich bin heute zuhause geblieben. Schon gestern ist mir der Rücken und die Schulter vorgekommen wie ein Brett, hart und verkrampft. Und dann der Kopf, wer mir weh tat und dann Schwäche. In der Nacht wurde es schlimmer, aber heut morgen wars etwas besser. Aber bin trotzdem nicht ins Büro gegangen. Hab mich abgemeldet. Der Tag zuhause war lang, ich hab irgendwas vor mich her getan, meist gelegen und mich gelangweilt. Ich habe meine Gedichte vom 11.11. gelesen, sind gar nicht so schlecht. Ich habe grosse Lust, Gedichte zu schreiben.

Heute hab ich eine Anzeige gelesen. Sandy Patton singt bei uns im Dorf. Das war wie ein Zeichen. Sie singt, wie ich es möchte, die Art Musik, die ich singen, aber auch komponieren möchte. Stellt euch vor, ich hab ihr eine Mail geschickt, ob sie Privatunterricht gibt, hab ihr meine homepage mit Song-Proben gegeben. Tja, erwarte ja nicht viel, aber man weiss ja nie, was passieren könnte, wenn man es nicht versucht.

Zur Zeit hadere ich mit dem Winter und seiner Kälte. Es schneit seit einigen Tagen, zwar nicht so viel, aber es reicht, dass ich mich zurück ziehe. Meine Freunde wollen mich alle aus dem "Loch" holen. Damit machen sie es nur noch schlimmer. Ich bin am liebsten zuhause, verschönere meine Wohnung, höre Musik, schaue TV oder DVD, quatsche mit meinem Sohn, streichle und pflege meine Katzen. Was ich nicht mag sind viele Leute um mich rum, viel sprechen, in die Kälte nach draussen gehen, ausser für meinen Job. Aber das sind zum Glück nur 3 Tage die Woche! Ich bin wie ein Bär, der einen Winterschlaf hält. Ich könnte die ganzen Monate bis zum wärmeren Frühling zuhause bleiben, ich wäre zufrieden. Aber es gibt immer wieder Menschen, die denken, sie wissen, was für mich gut ist. Also, wenn man in einer etwas depressiven Phase steckt, dann wollen sie mich einladen, rausholen, ins Sol-Bad, und wo auch immer sonst noch. Das stresst mich, zudem find ichs nicht lustig, immer jemandem einen Korb geben zu müssen. Dabei weiss ich, dass mir Gesellschaft nicht gut tut, wenns mir nicht gut geht. Ich halte ihre guten Ratschläge nicht aus, ich mag mich nicht mit ihnen unterhalten. Ich bleibe zuhause, ziehe meine bequemsten Trainerhosen und T-Shirt an, meine Haare bleiben fetzen, ich muss nicht zurechtgemacht sein, kann also rumlaufen, wie es mir passt. Versteht ihr das?

14.11.07 22:14


Stimme und Musik

Ich hatte meine Stimme und meine Musik verloren. Sie war von mir gegangen, war Anderem, Unwichtigem gewichen. Sie hat sich gewunden, hat sich über mich geärgert, wollte wieder Raum und hat mich geplagt. Sie ist nicht mehr aus mir rausgekommen, sie wollte mir keine Melodien mehr schenken, keine Worte, keine Texte, keine Harmonien, nichts, nichts nichts.

Dann hab ich mich wieder um sie gekümmert, habe ihr flattiert, alles andere von mir gewiesen, meine Geschichten beendet, habe mein Piano wieder benutzt, meine Lektionen geübt, Akkorde herausgefunden, Meldienfetzen einen Text gegeben, Harmonien aufgenommen, Groove-Agent und Hypersonic gelernt, meine  Stimme geübt, meine Songs geübt, und an den neuen Songs gearbeitet.

Ich habe die Musik wieder gefunden, habe meine Lust am Singen wieder und bin glücklich darüber. Die Blockade ist weg, aber weiss nicht, wie genau das passiert ist, nach diesen langen Monaten der Ebbe und Unproduktivität. Ich habe einen Song geschrieben. Er ist wunderschön! Er ist in Englisch, aber ich füge hier den Text in Deutsch an. Gebt mir Bescheid, wie ihrs findet :-)))

Sing mein Lied

Ich ging auf der Strasse in der einsamen Stadt
Als ich den Jungen im Park weinen hörte
Er hielt seine Gitarre in seinen kalten Händen
Und erzählte mir seine Geschichte, während wir spazierten

Er sagte, sing mein Lied, ich hab die Stimme verloren
Ich hab nichts falsch gemacht, sie liessen mir keine Wahl
Also sing mein Lied, weil ich die Stimme verlor.

Ich hörte Verzweiflung in den Worten, die er sprach.
Es hörte sich an, als wär er unendlich traurig.
Er hatte alles verloren und er hat keine Zukunft
Ich ging neben ihm her und ich hielt seine Hand.

Er sagte, sing mein Lied, ich hab die Stimme verloren
Ich hab nichts falsch gemacht, sie liessen mir keine Wahl
Also sing mein Lied, weil ich die Stimme verlor.

Er lag in meinen Armen, ich fühlte seine Lippen, und wir waren einander so nah
Ich war besorgt, dass er den Weg nicht findet, aber ihn schien das nicht zu kümmern
Er schaute mich nur an, gab mir ein Lächeln und strich zärtlich über mein Gesicht
Dann gab er mir einen Kuss und bevor er mich verliess, umarmte er mich fest.

Er sagte, sing mein Lied, ich hab die Stimme verloren
Ich hab nichts falsch gemacht, sie liessen mir keine Wahl
Also sing mein Lied, weil ich die Stimme verlor.

19.11.07 20:38


Die letzten Tage

......ich bin nicht oft online diese tage, eigentlich wohne ich fast nur noch in meinem kleinen „studio“ und im schlafzimmer. ich muss noch meine stimme "schmieren", am samstag nehm ich demo-material für unsere partyband auf. irgendwie hat mich die musik wieder. es ist schön, mich darin zu verlieren. ich vergesse raum und zeit und sogar das essen. dann plötzlich knurrt mein magen und ich geb ihm halt was, damit er ruhe gibt und ich mich wieder um die musik kümmern kann.

 

am donnerstag war ich bei meinem loverboy (oder sollte eher loverman schreiben!?!) ne coole sache mit ihm, nicht einschränkend und nicht fordernd, einfach gemütlich und heiss. ich mag ihn…….

 

am freitag und samstag hab ich den ganzen tag musik gemacht, midis geordnet, texte rausgesucht, gelernt.. und natürlich wieder einige eigene songs angegangen, 2 sind fertig geworden...

 

gestern sonntag kam ne super gute kollegin zu mir, wir hörten nachmittags das konzert in der kirche. unsere dorfmusik hat wirklich was drauf, die spielen modernes, swingiges, musicals, und die letzten paar lieder spielten sie mit einer super jazz-sängerin, den namen nenne ich hier nicht, weil sie doch ziemlich bekannt ist. als ich letzte woche gelesen habe, dass sie in unser kleines dorf kommt, war das für mich wie ein zeichen. ich habe ihr gemailt, sie hat mich dann angerufen und ich konnte sie gestern nach ihrem auftritt persönlich begrüssen. sie hat nach einer aufnahme von mir gefragt, ich hatte natürlich ein exemplar meiner cd bei mir. ich will bei ihr unterricht nehmen, sie sagte, ab nächsten januar hat sie wieder kapazität, dann werde ich sie anrufen. jetzt habe ich noch zeit, geld zu sparen, ist ja nicht grad billig, alle 2 wochen gesangsunterricht. hey, ich freu mich extrem. das heisst schon was, mit ihr zu arbeiten. vielleicht kommt ja doch noch was in schwung in sachen gesang und musik. aber mit meinen 43 jahren bleib ich schon auf dem teppich! um abzuheben, hab ich schon viel zu viel erlebt und viel zu viel gehört, ich freu mich an den kleinen fortschritten, an meiner cd, daran, dass ich viel geld verdiene, wenn ich mit meiner partyband auftrete…. und ich freu mich, für mich zuhause zu singen und zu fühlen, wie die musik und die melodien mich ausfüllen und mich zufrieden machen.

 

nach dem konzert gestern haben meine kollegin und ich abends bei mir zuhause fein gegessen, einen guten rotwein getrunken, gequatscht und dvd geschaut. sie ist über nacht bei mir geblieben und heute haben wir noch gebruncht, meine mam kam auch, war cool.

26.11.07 15:35





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